Um die Geschichte von Veepee, ist es hilfreich, sich mit der Geschichte seines Gründers zu befassen.

Jacques-Antoine Granjon CEO und Gründer von Veepee.

Jacques-Antoine Granjon wurde am 9. August 1962 in Marseille in einer Familie geboren, in der der Unternehmergeist von Generation zu Generation weitervererbt wird. Endgültig vom Unternehmerfieber gepackt wurde er in der European Business School (EBS) in Paris, wo er seinen ersten Partner, Julien Sorbac, kennenlernte. Mit 20 000 Francs in der Tasche gründeten sie zusammen Cofotex, ein kleines auf den Großhandel mit Auslaufprodukten spezialisiertes Unternehmen. Das Jahr 1985 leitete den Beginn des unternehmerischen Abenteuers ein.

Der wahre Erfolg kam 20 Jahre später, mit der digitalen Technik und dem Aufkommen von ADSL. Das starke Wachstum der 2000er Jahre wurde wie folgt erlebt: „Ich erinnere mich, dass mir ein Freund den folgenden wertvollen Rat erteilt hat: Es ist wie in einem Dschungel, du nimmst deine Machete, du dringst vor und, wenn du dich verirrst, gehst du zurück und bahnst dir einen neuen Weg“, erinnert sich Jacques-Antoine Granjon. Ein Rat, der von dem Gründer von Veepee genauestens befolgt wurde. Ein Rat, der von dem Gründer von Veepee genauestens befolgt wurde. Zu Beginn des Jahres 2000 erzielten Jacques-Antoine Granjon und seine Partner einen Umsatz von über 200 Millionen Francs im Großhandel. Der 1996 erfolgte Kauf der ehemaligen Druckereien der französischen Tageszeitung Le Monde, in Plaine Saint-Denis, stellte einen der Erfolgsfaktoren für das Wachstum des Unternehmens dar.

Ein Gebäude. Ein ganzes Gebiet. Mittlerweile verfügt Veepee über sechs Gebäude in Seine-Saint-Denis, darunter Le Vérone, das im Januar 2016 in Betrieb genommen wurde, und Niederlassungen in 10 Ländern.

Die Idee ist einfach raffiniert: das Großhandelsgeschäft in den Online-Bereich verlegen, so weiterhin zu niedrigen Preisen unverkaufte Artikel der Marken aufkaufen, um sie zu reduzierten Preisen in einem virtuellen Shop direkt an die Endkunden weiterzuverkaufen; jedoch ist es „die Art der Durchführung, auf die es ankommt, genauso wie auf die Eigenschaften der Frauen und Männer, die diese täglich leisten“, betont Jacques-Antoine Granjon. „Durch den Online-Handel können die Wände des virtuellen Shops unendlich weit versetzt werden.“

Die 2001 eingeführte Website Veepee bietet den Mitgliedern auf einer 100 % digitalen Plattform Lagerbestände der größten Marken zu stark reduzierten Preisen. Zu einer Zeit, als der Online-Handel in Europa noch in den Kinderschuhen steckte, war das Konzept völlig neuartig. „Das Geheimnis besteht darin, sich neu erfinden zu können“, verrät Jacques-Antoine Granjon.

„Die digitale Technik ermöglicht diesen dauerhaften Wechsel, wobei eines nie vergessen werden darf: die Kundenzufriedenheit, sei es die der Marken oder die der Mitglieder.“

 

20 Jahre lang kann man Veepee also so zusammenfassen:  unermüdlich Tag für Tag Wünsche entstehen und ein digitales Versprechen in die echte Zufriedenheit der Kunden münden lassen. „Das ist ein permanenter Druck. Online-Handel bedeutet eine Präsenz rund um die Uhr, an sieben Tagen der Woche“, erläutert der CEO, der mit seine 5000 Mitarbeitern dafür gesorgt hat, dass Veepee mit einem Geschäftsvolumen, das 2022 3 Milliarden Euro inklusive Steuern erreichte, im europäischen Online-Handel führend ist.

Dieses Wachstum ist organischer Natur, aber seit 2015 auch mit der externen Wachstumsstrategie verbunden. Durch die sehr früh von Veepee eingeleitete Diversifizierung konnte die Website nahezu alle Konsumbereiche erkunden. „Wir bieten das Paradox eines industriell bedingten oder zu Werbezwecken erfolgenden Verkaufs von Produkten zu ermäßigten Preisen bei einem gleichzeitig äußerst hohen Qualitätsniveau der Produktinszenierung und der Geschäftsbeziehung zu unseren Mitgliedern und Partnermarken“, versichert Jacques-Antoine Granjon.

Von strategischen Übernahmen (vente-exclusive.com, Privalia, eboutic.ch), über die Einführung einer speziellen Reiseplattform – Veepee Voyage – bis hin zu der Übernahme von Beteiligungen an dutzenden von Start-up-Unternehmen (Adot, daco, Scalia ...), die eine ständige Berührungsstelle zu Innovationen und somit zur Verbesserung von Tools und Serviceleistungen bieten, ist Veepee an allen möglichen Fronten tätig.

„Mich interessiert einzig und allein eine langfristige Vision unseres Abenteuers: Auch ist es unsere Pflicht gegenüber den künftigen Generationen, etwas Dauerhaftes aufzubauen“, wiederholt Jacques-Antoine Granjon, der, insbesondere über die 2009 gegründete Veepee-Stiftung, sich sozial engagiert, was in der Schaffung von Arbeitsplätzen, dem Grad der Beschäftigungsfähigkeit der Veepee-Mitarbeiter, der ständigen Bereitschaft zur Erhöhung der sozialen Absicherung oder auch der Förderung von Durchmischung und Vielfalt innerhalb des Unternehmens seinen Ausdruck findet.

Veepee zählt heute insgesamt 66 Millionen Mitglieder in 10 Ländern rund um den Globus. Jacques-Antoine Granjon und seine Partner verfügen weiterhin über die Mehrheitsanteile am Kapital ihres Unternehmens, auch nach der Beteiligung des amerikanischen Investmentfonds Summit Partners im Jahr 2007, der Qatar Holding im Jahr 2013 und Sofina im Jahr 2016. „Unternehmer sein bedeutet frei zu sein“, erklärt Jacques-Antoine Granjon. Die Bewahrung der Unabhängigkeit von Veepee ist für die Gründer des Unternehmens unbestritten von entscheidender Bedeutung.

„Unsere Chance ist es, noch am Anfang des Abenteuers zu stehen“, erklärt er, 20 Jahre nach der Gründung von Veepee.